🚦 Technikprüfung 2025
Hallo Internetmenschen! 👋
Ich muss heute mal richtig Dampf ablassen, denn das Schulsystem in Baden-Württemberg macht mich gerade echt fertig.
Am Montag, den 7. April 2025, und Dienstag, den 8. April 2025, hatten wir unsere Praxisprüfung im Fach Technik. Wir mussten ein Werkstück bauen – in unserem Fall eine Verkehrsampel. Klingt erstmal harmlos, oder? Aber wartet mal ab...
Dieser Beitrag beschreibt meine persönlichen Erfahrungen mit der Technikprüfung und meinen Eindruck vom Vergleich der verschiedenen Prüfungsfächer.
Wir haben eine Grundplatte bekommen und mussten anschließend komplett selbst das Fundament, die Ampelstange und den Ampelkopf aus den jeweiligen Materialien zurechtsägen. Danach mussten Bohrungen für die LEDs gesetzt werden, der Micro:Bit mit den Scratch-ähnlichen Blöcken programmiert werden und anschließend eine Platine mit Schalter, LEDs und Widerständen gelötet werden.
Als wäre das noch nicht genug gewesen, fand am Donnerstag, den 10. April 2025, zusätzlich noch das Prüfungsgespräch statt. Dort mussten wir unser Werkstück vorstellen, erklären wie wir gearbeitet haben und unseren vorher angefertigten Arbeitsplan erläutern.
Zusätzlich mussten wir eine selbst gezeichnete Skizze, den Schaltplan und einen Screenshot unseres Programmcodes abgeben.
⚙️ Das gehörte alles zur Technikprüfung
- 🪚 Sägen verschiedener Werkstücke
- 🛠️ Bohren der LED-Löcher
- 💡 Löten einer Platine mit LEDs, Widerständen und Schalter
- 💻 Programmieren des Micro:Bits
- 📄 Arbeitsplan erstellen
- ✏️ Eigene Skizze zeichnen
- 🔌 Schaltplan anfertigen
- 📸 Screenshot des Programmcodes abgeben
- 🎤 Mündliches Prüfungsgespräch
- ❓Fragen zu Werkzeugen, Maschinen und Materialien beantworten
Und jetzt kommt der Teil, der mich wirklich geärgert hat.
Im Fach AES (Alltag, Ernährung und Soziales) lief die Prüfung komplett anders ab. Dort suchten sich die Schülerinnen und Schüler am Montag lediglich ein Rezept heraus und schrieben eine Zeitplanung sowie die Arbeitsschritte auf. Am nächsten Tag wurden die Zutaten eingekauft und anschließend gekocht.
Im Prüfungsgespräch am Donnerstag wurde anschließend nur noch reflektiert, was gut oder schlecht funktioniert hat und weshalb bestimmte Produkte ausgewählt wurden.
Ich möchte das Fach AES überhaupt nicht schlechtreden. Allerdings finde ich die Anforderungen beider Prüfungen kaum vergleichbar. Während wir sägen, bohren, löten, programmieren, zeichnen und zusätzlich ein Fachgespräch führen mussten, bestand die AES-Prüfung größtenteils aus Planung, Kochen und einer kurzen Reflexion. Für mich fühlt sich das einfach nicht ausgewogen an, obwohl beide Prüfungen gleich bewertet werden.
Ich finde deshalb, dass im Schulsystem etwas nicht ganz stimmt. Unterschiedliche Prüfungen dürfen natürlich unterschiedliche Inhalte haben – aber der Arbeitsaufwand und die Anforderungen sollten meiner Meinung nach etwas vergleichbarer sein.
Unten habe ich euch noch zwei Bilder meiner Unterlagen eingefügt. Schaut sie euch gerne einmal an und bildet euch eure eigene Meinung. 😊